„Am ersten Tag in der Kirche in Stockkämpen habe ich nur geweint“ erzählte Agnes Niemeyer, die im katholischen Wellingholzhausen aufgewachsen ist. „In Stockkämpen war alles anders. Kleine Kirche, wenig Gottesdienstbesucher, kleine Gemeinde – eben alles anders!“ Das hat sie offensichtlich nicht ruhen lassen, sie hat gestaltet. Als sie 1977 den Küsterdienst übernahm, war sie präsent, aktiv, freundlich und hieß die Leute willkommen in ihrer Kirche. Und an ihr freundliches Gesicht erinnern sich am Beerdigungstag dankbare Menschen. Zusammen mit ihrem Mann Alois haben die beiden die Geschichte von Stockkämpen miterlebt und mitgestaltet. Anfang April 2017 wurde Agnes Niemeyer als Küsterin verabschiedet – eine Tätigkeit, die zu ihrem und auch zum Lebensinhalt der ganzen Familie geworden ist. Stockkämpen war ihr Zuhause geworden. Auf die Frage, was denn als besonders schönes Erlebnis in ihrer Erinnerung bliebe, sagte sie damals, nach 40 Jahren als Küsterin zusammenfassend: „Alles war schön in Stockkämpen!“ Am 9. Mai 2026 wurde für Agnes Niemeyer die Hl. Messe gefeiert mit ihren geliebten Sakraments- und Marienliedern. Auf dem Friedhof Stockkämpen ist sie anschließend bestattet worden. Die dankbare Familie, die Gemeinde und Freunde haben sie begleitet.“