Informationen zum Weltgebetstagsland

Vanuatu – Weltgebetstagsland 2021

Worauf bauen wir?

2021 kommt der Weltgebetstag von Frauen des pazifischen Inselstaats Vanuatu.

 

https://weltgebetstag.de/fileadmin/user_upload/presse/webseite-pressebilder-2021-Strand_Copyright_Christoph_Kirsch.jpgFelsenfester Grund für alles Handeln sollten Jesu Worte sein. Dazu wollen die Frauen aus Vanuatu in ihrem Gottesdienst zum Weltgebetstag 2021 ermutigen. „Worauf bauen wir?“, ist das Motto des Weltgebetstags aus Vanuatu, in dessen Mittelpunkt der Bibeltext aus Matthäus 7, 24 bis 27 stehen wird. Denn nur das Haus, das auf festem Grund stehe, würden Stürme nicht einreißen, heißt es in der Bibelstelle bei Matthäus. Dabei gilt es Hören und Handeln in Einklang zu bringen: „Wo wir Gottes Wort hören und danach handeln, wird das Reich Gottes Wirklichkeit.

Vanuatu,ist ein winziger Inselstaat im Pazifik und gehört zu Melanesien. Die 83 Inseln aus denen Vanuatu besteht, sind vom Klimawandel betroffen wie kein anderes Land, und das, obwohl es keine Industrienation ist und auch sonst kaum CO2 ausstößt. Vanuatu steht auf Platz 1 im Weltrisikobericht der von Klimakatastrophen bedrohten Ländern. Deswegen ist auch das Thema Klimagerechtigkeit rund um den Weltgebetstag sehr präsent.

Die steigenden Wassertemperaturen gefährden Fische und Korallen. Durch deren Absterben treffen die Wellen mit voller Wucht auf die Inseln und tragen sie Stück für Stück ab. Stei­gende Temperaturen und veränderte Regenmuster lassen Früchte nicht mehr so wachsen wie früher. Zudem steigt nicht nur der Meeresspiegel, sondern auch die tropischen Wirbel­stürme werden stärker. So zerstörte zum Beispiel 2015 der Zyklon Pam einen Großteil der Inseln, 24 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Wirbelsturm. Um dem entgegenzuwirken, gilt seit zwei Jahren in Vanuatu ein rigoroses Plastikverbot. Die Nutzung von Einwegplastiktüten, Trinkhalmen und Styropor ist verboten. Wer dagegen verstößt, muss mit einer Strafe von bis zu 900 Dollar rechnen.

Keine Frau im Parlament

https://weltgebetstag.de/fileadmin/user_upload/presse/webseite-pressebilder-2021-Mama-Markt_Copyright_Katja_Dorothea_Buck.JPGDoch nicht alles in dem Land ist so vorbildlich. So sitzt im vanuatuischen Parlament keine einzige Frau, obwohl sich 15 im Jahr 2020 zur Wahl stellten. Frauen sollen sich „lediglich“ um das Essen, die Kinder und die Pflege der Seniorinnen und Senioren kümmern. Auf sogenannten Mammas-Märkten ver­kaufen viele Frauen das, was sie erwirtschaften können: Gemüse, Obst, gekochtes Essen und einfache Näharbeiten.

So tragen sie einen Großteil zum Familieneinkommen bei. Die Entscheidungen treffen die Männer, denen sich Frauen traditionell unterordnen müssen. Machen Frauen das nicht, drohen ihnen auch Schläge. Das belegt die einzige Studie über Gewalt gegen Frauen in Vanuatu, die 2011 durchgeführt wurde: 60 Prozent der befragten 2.300 Frauen gaben demnach an, dass ihr Mann schon einmal gewalttätig geworden sei.

Bedroht und doch geborgen- Titelbild von Juliette Pita

„Cyclon PAM II. 13th of March 2015“ © Juliette Pita Eine Mutter beugt sich schützend über ihr kleines Kind. Über Mutter und Kind neigt sich eine Palme. Sie biegt sich im Wind, ohne zu brechen. Ihre starken Wurzeln geben Halt und Schutz. Im Hintergrund brechen hohe Wellen, Schiffe werden umhergewirbelt.

Juliette Pita erinnert mit diesem Bild an den Zyklon Pam, der im März 2015 mit mehr als 300 Stundenkilometern über den pazifischen Inselstaat Vanuatu hinwegfegte. Die vanuatuische Künstlerin hat mit ihrer Familie in einem großen Schiffscontainer Zuflucht gesucht und so überlebt. Fast alles war zerstört. Der Zyklon hat auch Menschenleben gefordert, wir sehen die Kreuze im Hintergrund. Der farbenfrohe Hintergrund des Bildes lässt viele Assoziationen zu: blauer Himmel, weiße Gischt, kräftiges rot und gelb leuchtet. Die Dynamik vermittelt Hoffnung, das Leben geht weiter. Die Frauen aus Vanuatu weisen auf ihr Landeswappen hin. Darauf steht „IN GOD WE STAND“, mit Gottes Hilfe ertragen wir es. Sie vertrauen darauf, dass sie alle Stürme und alle Krisen mit Gott bestehen!

Mit seiner Projektarbeit unterstützt der Weltgebetstag Frauen und Mädchen weltweit: Zum Beispiel im pazifischen Raum, auch auf Vanuatu. Dort lernen Frauen sich über Medien eine Stimme zu verschaffen, damit ihre Sichtweisen und Probleme wahrgenommen werden. Oder in Indonesien, wo Frauen neben ökologischem Landbau lernen, welche Rechte sie haben und wie sie um deren Einhaltung kämpfen.  

Weitere Informationen: www.weltgebetstag.de

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